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Juli 2021

Das 17. konfokale Raman Imaging Symposium wird virtuell

Europas führende Konferenz zur molekülspektroskopischen Bildgebung wird online stattfinden.

Ulm, 29. Juli 2021

Die WITec GmbH, führender Entwickler von Technologien zur Raman-Mikroskopie, hat das seit 17 Jahren bestehende konfokale Raman Imaging Symposium als virtuelle Veranstaltung neu aufgelegt. In der chemischen Imaging Community hat sich die wissenschaftliche Konferenz ein hohes Ansehen erworben, und die Teilnehmer schätzen vor allem die angenehme Atmosphäre, die überzeugenden Präsentationen und die breiten Forschungsschwerpunkte, die bei den Talks und in der Poster-Session beleuchtet werden.

Nach dem enthusiastischen Feedback des letztjährigen virtuellen Raman Imaging Poster Summits und mit den weiterhin bestehenden Unsicherheiten beim Reisen, haben die Organisatoren beschlossen, das online Format für das diesjährige Symposium zu übernehmen und zu erweitern. Eine etablierte technische Plattform wird dem 17. Konfokalen Raman Imaging Symposium die notwendige wissenschaftliche Tiefe ermöglichen und die Vielfalt früherer Veranstaltungen zulassen. Teilnehmer aus allen Regionen der Welt können sich aus dem Homeoffice sehr einfach beteiligen.

Das Konfokale Raman Imaging Symposium findet vom 27. September bis zum 1. Oktober 2021 statt. Eingeladene Sprecher aus vielfältigen Forschungsbereichen werden Vorträge in Form von on-demand Präsentationen geben, die während der gesamten Dauer der Konferenz jederzeit abrufbar sind. Die wissenschaftliche Poster-Session ist in drei Kategorien gegliedert: Fortschrittliche Materialanalysen, Umwelt- und Geowissenschaften sowie die Life Sciences mit der biomedizinischen und pharmazeutischen Forschung. Bei online-Gerätedemonstrationen, welche die Konferenz begleiten, können die Teilnehmer die neuesten Innovationen live erleben.

Eine Registrierung ist ab sofort kostenfrei möglich. Die Teilnehmer können sich auf die neuesten konfokalen Raman Imaging Technologien und Anwendungen freuen und sich dann über eine Chat-Funktion mit den Referenten und anderen Teilnehmern austauschen. Einzelheiten, einschließlich der Info zu den eingeladenen Sprechern, Rückblicke auf frühere Symposien und Informationen zur Anmeldung, finden Sie auf der Homepage des Konfokalen Raman Imaging Symposiums: https://www.raman-symposium.com

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Juli 2021

WITec und attocube stellen cryoRaman vor

Ein Tieftemperatur-Raman-Mikroskop von den Technologieführern

Ulm - Haar
20. Juli, 2021

Die Spezialisten für Raman-Mikroskopie bzw. Tieftemperatur-Technologie, die WITec GmbH und die attocube systems AG, haben mit cryoRaman ein neues Gerät für Raman-Mikroskopie bei tiefen Temperaturen entwickelt. Das System kombiniert die fortschrittlichen Nanopositionierer und Kryostaten von attocube mit den sensitiven und modularen alpha300 Raman-Mikroskopen von WITec. Dieses innovative und zugleich nutzerfreundliche Gerät ermöglicht erstmals die Aufnahme von Raman-Bildern bei sehr tiefen Temperaturen und starken Magnetfeldern mit bisher unerreichter räumlicher Auflösung.

cryoRaman wurde für anspruchsvolle Messungen entwickelt: Es bietet verschiedene Anregungswellenlängen von VIS bis NIR und für die jeweilige Wellenlänge optimierte Spektrometer, Betriebstemperaturen von 1,6 bis 300 Kelvin, starke Magnetfelder, patentierte Tieftemperatur-Objektive und einen extrem präzisen Piezo-Scantisch.

"Wir haben festgestellt, dass das Interesse an Tieftemperatur-Raman stark gewachsen ist, und zwar auch bei Wissenschaftlern, die nicht mit Graphen oder Kohlenstoffnanoröhren arbeiten", sagt Florian Otto, Leiter des Bereiches Tieftemperatur-Geräte bei attocube. "Gemeinsam mit WITec haben wir daher entschieden, ein breiteres Anwendungsspektrum zu bedienen. cryoRaman ist die erfolgreiche Umsetzung unseres Plans, chemische Charakterisierung bei tiefen Temperaturen nutzerfreundlich, flexibel und mit höchster Leistungsfähigkeit zu ermöglichen."

Die Erforschung von Phasenübergängen und neuen Eigenschaften von zweidimensionalen Materialien wird besonders von cryoRaman profitieren. Solenoid- und Vektormagnete, die ein Feld von bis zu 12T erzeugen, sind ideal für die Untersuchung von Übergangsmetall-Dichalkogeniden und van der Waals Heterostrukturen. Auch für die Charakterisierung der Temperatur- und Magnetfeld-Abhängigkeit von Fotolumineszenz eignet sich cryoRaman hervorragend.

Optional können verschiedene Module ausgewählt werden, u.a. die präzise Einstellung der Laserleistung per Software, verschiedene Anregungswellenlängen, der automatische Wechsel zwischen optischer und spektraler Bildgebung, automatisierte Spektrometer-Kalibrierung sowie zeitkorrelierte Einzelphotonen-Zählung (TCSPC).

cryoRaman bietet darüber hinaus zwei besondere Funktionalitäten: die Detektion von Raman-Peaks bei sehr niedrigen Wellenzahlen sowie die vollständige Polarisationskontrolle in Anregung und Detektion. "Forscher, die Materialien bei tiefen Temperaturen untersuchen, möchten Signale möglichst nahe an der Anregungswellenlänge detektieren und sie sind sehr an Polarisationsmessungen interessiert", sagt Olaf Hollricher, Mitgründer und Geschäftsführer von WITec. "Um dies zu ermöglichen, haben wir Funktionen entwickelt, die es bisher auf dem Markt nicht gibt. Hinsichtlich Bildgebung bei tiefen Temperaturen, der Integration, Leistungsfähigkeit und Nutzerfreundlichkeit ist cryoRaman wirklich eine Klasse für sich."

In enger Kooperation entwickelten attocube und WITec mit cryoRaman ein Mikroskop mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Es enthält die neuesten Technologien von zwei Vorreitern in ihren jeweiligen Geschäftsfeldern. cryoRaman macht Tieftemperatur-Raman-Mikroskopie zu einer praktischen, vielseitigen und unentbehrlichen Methode für Materialforscher.

Weitere Informationen sowie eine ausführliche Application Note finden Sie auf unserer cryoRaman Produktseite.

Über WITec

WITec ist der führende deutsche Hersteller von Mikroskopiesystemen für modernste Raman-, Rasterkraft- sowie Nahfeld-Mikroskopie (SNOM) und Entwickler der integrierten RISE (Raman Imaging and Scanning Electron) Mikroskopie. Sämtliche Produkte werden am deutschen Stammsitz in Ulm entwickelt und produziert. Zweigstellen in den USA, Japan, Singapur, Spanien und China sichern die Unterstützung der Kunden auf allen Kontinenten. WITec Geräte zeichnen sich durch ihre hohe Modularität aus, die es ermöglicht, Kombinationen verschiedener Mikroskopietechniken in einem System miteinander zu verbinden. Bis heute sind die konfokalen Raman-Mikroskope von WITec unübertroffen hinsichtlich Empfindlichkeit, Auflösung und Geschwindigkeit.

Über attocube

Die attocube systems AG steht international für Innovation und Exzellenz in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb anspruchsvollster Lösungen für Nanotechnologie-Anwendungen in Industrie und Forschung. Das Portfolio umfasst Antriebe und Messsysteme zur ultra-präzisen Bewegung und Positionierung, Tieftemperatur-Mikroskope, Kryostate und Nanoanalytik-Systeme. Alle Produkte werden in der NanoFactory, dem Firmensitz in Haar bei München, hergestellt. Ein internationales Team aus 200 Physikern, Ingenieuren, Softwareentwicklern und Produktdesignern arbeitet vom Entwurf bis zur Auslieferung eng zusammen. attocube unterhält Vertriebsniederlassungen in den USA und ein umfassendes Netzwerk von Vertriebspartnern, das weltweit mehr als 40 Länder und 4000 Kunden bedient.

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Juni 2021

Photon antibunching identifies single-photon emitters

WITec combines antibunching experiments with fast Raman and photoluminescence imaging.

Single-photon emitters have quantum mechanical properties that are exploited in quantum technology and information science, including the development of quantum computers and cryptography methods. Nitrogen vacancy (NV) centers in diamonds, single fluorescent molecules, carbon nanotubes and quantum dots are prominent examples of single-photon emitters. In order to identify them in a sample, antibunching experiments are commonly performed.

Antibunching is a quantum mechanical effect that reveals the particle-like behavior of light. It arises because a single-photon emitter can only emit one photon at a time. The minimum interval between photon emissions depends primarily on the excited-state lifetime of the emitter, because a cycle of excitation and relaxation must be completed between two photons. If the signal is split and measured with two detectors, each single photon can only be detected by one of them. Antibunching therefore results in an anticorrelation of the two detectors’ signals at very short lag times (Hanbury Brown-Twiss experiment).

Here WITec in cooperation with PicoQuant demonstrates the integration of antibunching measurements within a confocal Raman microscope. This combination makes it possible to characterize a sample with fast Raman and photoluminescence (PL) imaging and identify areas of interest for subsequent antibunching experiments with the same instrument, a WITec alpha300 Raman microscope. Antibunching measurements are performed in a Hanbury Brown-Twiss configuration, where the signal is split by a 50/50 beam splitter and detected by two APDs. Both detectors are connected to a MultiHarp 150 time-correlated single photon counting (TCSPC) unit from PicoQuant, which records the delay between two single-photon events at picosecond resolution. A histogram of the time differences shows a pronounced dip for very short times, i.e. antibunching, if the investigated structure is a single-photon emitter. Lifetime measurements are additionally possible in this configuration. A 532 nm continuous wave laser was applied for excitation here, but the setup also supports other wavelengths and pulsed laser sources.

We demonstrate this functionality using a sample of diamond micropillars, a fraction of which contain single NV centers. The sample was provided courtesy of Dr. Rainer Stöhr and Prof. Dr. Jörg Wrachtrup from the 3rd Physics Institute at the University of Stuttgart, Germany.

The pillars were first imaged with Raman and PL microscopy. The Raman image represents the intensity of the diamond peak at 1330 cm-1 and reveals the positions of intact pillars (Fig. A). In the fluorescence image, some pillars are particularly bright, indicating the presence of NV centers (Fig. B). By comparing the Raman and PL images, structures of interest can be distinguished from fluorescent contaminations on the sample: intact pillars with NV centers exhibit a strong diamond Raman signal and bright fluorescence (arrows in Fig. A and B), while contaminations lack the Raman signal.

Antibunching experiments were performed at some of the identified structures of interest in order to test for the presence of single NV centers. The resulting correlation curve for one selected pillar is displayed in Fig. C. The histogram has a pronounced dip at a detection time difference of zero. This indicates that the observed micropillar indeed contained a single NV center and was a single-photon emitter. The observed drop in the curve toward longer delay times reveals the presence of a shelving state, which is a well-known phenomenon for diamond NV centers.

The integration of antibunching experiments within a confocal Raman microscope offers many benefits. Such an instrument is capable of carrying out both spatially resolved chemical characterization and quantum mechanical investigations. As demonstrated here, the correlation of Raman and photoluminescence signals can pre-select candidate locations for NV centers to be subsequently confirmed by antibunching experiments. This provides valuable insight and an accelerated workflow to researchers exploring single photon emitters for use in emerging technologies, including quantum computers.

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Identifying single-photon emitters in diamond micropillars containing NV centers. A: Raman intensity image of the diamond line (1330 cm-1). Bright spots represent intact diamond micropillars. B: Fluorescence intensity image of the same area. Bright spots originate from NV centers and fluorescent contaminations. Micropillars with NV centers show both Raman and fluorescence signal (arrows). C: Photon antibunching curve from one NV center. The pronounced dip in the histogram at zero time difference indicates the presence of a single emitter. Sample courtesy of Dr. Rainer Stöhr and Prof. Dr. Jörg Wrachtrup from the 3rd Physics Institute at the University of Stuttgart, Germany.

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Juni 2021

Die WITec GmbH gehört nun zu Oxford Instruments plc

Das Management-Team der WITec GmbH freut sich mitteilen zu können, dass WITec ab sofort zu Oxford Instruments plc gehört, einer britischen Firma mit hervorragendem Ruf bei Wissenschaftlern. WITec gliedert sich in die Gruppe für Materialanalyse ein.

Die Gründer von WITec, Dr. Joachim Koenen und Dr. Olaf Hollricher, werden weiterhin als Geschäftsführer tätig sein und die etablierte Marke WITec wird innerhalb neuer Strukturen erhalten bleiben.

WITec wurde 1997 aus der Universität Ulm heraus gegründet und entwickelte sich zu einer Firma, die die innovativsten Raman-Mikroskope auf dem Markt herstellt. Bis heute wurden weltweit über 1000 Raman-, AFM- und SNOM-Mikroskopiesysteme installiert.

"In den vergangenen 24 Jahren haben wir WITec zu der wegweisenden Raman Imaging Company gemacht", sagt Joachim Koenen. "Jetzt gehören wir zu Oxford Instruments und wir freuen uns, diese erfolgreiche Entwicklung nun gemeinsam fortzusetzen. Wir können die Strukturen dieses starken Partners nutzen, um noch schneller zu wachsen und mit unserem breiten Produktportfolio neue Märkte zu erschließen."

"WITec entwickelte bahnbrechende Lösungen für die konfokale und die korrelative Raman-Mikroskopie. Oxford Instruments verfügt mit den Marken Asylum und Andor über Schlüsseltechnologien für AFM und wissenschaftliche spektroskopische Kameras, die WITec in der Zukunft nutzen kann", sagt Olaf Hollricher.

Ian Barkshire, Vorstandsvorsitzender von Oxford Instruments, sagt: "Wir freuen uns, die Kollegen von WITec bei Oxford Instruments willkommen zu heißen. Die fortschrittlichen Lösungen für die Raman-Mikroskopie, die von WITec entwickelt wurden, sind eine großartige Ergänzung zu unseren bestehenden Techniken und Produkten. Die Raman-Mikroskopie ist eine wichtige und viel genutzte Technik, die sowohl in der Wissenschaft wie auch in der Industrie zur Grundlagen- und angewandten Forschung wie auch zur Qualitätskontrolle verwendet wird. Nun können wir diese Technik, die in Verbindung mit und zusätzlich zu unseren bestehenden Charakterisierungsmethoden eingesetzt werden wird, unseren Kunden anbieten und damit auch neue Marktsegmente damit erschließen. Die Bereitstellung einer breiteren Palette von Lösungen hilft uns, unsere Kunden dabei zu unterstützen, die Wirtschaft umweltverträglicher zu gestalten, die Vernetzung zu steigern, die Gesundheit zu verbessern und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu erzielen."

Ian Wilcock, Geschäftsführer von Oxford Instruments Nanoanalysis and Magnetic Resonance, fügt hinzu: "Wir freuen uns darauf, mit unseren Kollegen von WITec neue Möglichkeiten zur Vermarktung ihrer Produkte zu erschließen. Beispielsweise wird das RISE Raman für SEM System von WITec unser eigenes umfangreiches Angebot an Elektronenmikroskopen auf ideale Weise ergänzen."

Selbstverständlich wird WITec seinen Verpflichtungen gegenüber Kunden und Geschäftspartnern in gewohnter Weise nachkommen und das Management-Team wird diese Übernahme so reibungslos wie möglich gestalten.

Lesen Sie die offizielle Pressemitteilung von Oxford Instruments hier.

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Die Firmenvertreter nach der offiziellen Bekanntgabe der Übernahme am WITec Stammsitz in Ulm. Von links nach rechts: Joachim Koenen (Managing Director, WITec), Alexandra Lipes (HR Generalist, Oxford Instruments GmbH), Dirk Keune (Managing Director und Director Sales EMEAI, Oxford Instruments GmbH) und Olaf Hollricher (Managing Director, WITec).

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Juni 2021

Observing polymerization reactions with Raman microscopy

Polymerization reactions are involved in many industrial processes and also occur in everyday tasks, for example during the hardening of glues and drying of paints and varnishes. In order to optimize their products, manufacturers require analytical methods for monitoring polymerization reactions and evaluating the influence of chemical modifications or additives such as catalysts. Here we use Raman imaging for monitoring the polymerization of an air-drying alkyd resin varnish. Such products are commonly used for protective coating of wood and other materials.

The liquid sample was applied to a microscope slide and the polymerization progress was characterized as a function of depth and time using a WITec alpha300 Raman microscope. To this end, an initial depth scan through the entire coating layer was recorded, followed by one per hour at the same sample position for a total of 25. Due to the system’s automated components, no user interaction was required during the entire investigation time of 24 hours. Each of the presented Raman images covers an area of 25 x 31 µm² and consists of 3900 spectra recorded in about 8 minutes.

First, all images were analyzed with the TrueComponent Analysis feature of the WITec Project software. Three components were identified by their Raman spectra and attributed to the liquid varnish, the polymerized product and the glass substrate. The image series clearly shows that the hardening process began at the interface between the air and the varnish and progressed through the sample over time (Fig. A and video). After 24 hours, the sample was almost completely hardened. A small stretch of unpolymerized sample was still present at the glass interface after 24 hours, but was no longer detectable when the sample was re-measured a few weeks later.

The spectra of liquid and solid varnish differed mainly in the intensity of the C=C stretching mode at 1654 cm-1 wavenumbers (Fig. B). As the C=C double bonds react during the polymerization, this peak’s intensity is drastically reduced in the Raman spectrum of the product. This enabled an even more detailed monitoring of the polymerization reaction. While the C=C stretching mode was decreased during the reaction, the C-H stretching mode (ca. 3072 cm-1) stayed almost constant. The ratio of these two peaks thus served as a measure for the polymerization progress. It was quantified for each pixel by peak fitting and the mean of each image line was plotted over the sample depth and the observation time (Fig. C). The graph illustrates in detail how the polymerization progresses over time into the deeper layers of the varnish.

For more examples for Raman imaging of polymers, visit our applications section about polymers or download our Application Note about polymeric materials.

Alkydharz WebNews

Polymerization reaction of an alkyd resin varnish monitored over 24 hours. 2D Raman depth scans at different times after the reaction start (A), color coded according to the Raman spectra (B) of liquid varnish (red), polymerized product (blue) and glass substrate (green). Polymerization progress versus depth and time (C). See text for more details.

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Mai 2021

WITec Paper Award 2021 für drei herausragende Publikationen

Ulm, 6. Mai 2021

Drei Publikationen wurden mit dem WITec Paper Award ausgezeichnet. Zu dem jährlich von WITec veranstalteten Wettbewerb können wissenschaftliche Artikel aus dem Vorjahr eingereicht werden, deren Daten zumindest teilweise mit einem WITec Mikroskop aufgenommen wurden. Die hohe Qualität der 115 eingereichten Veröffentlichungen machte es diesmal sehr schwer, nur drei Gewinner auszuwählen. Die Paper Awards 2021 gehen an Forscher aus England, der Türkei und den USA. Sie untersuchten jeweils Zebrafischembryonen, Meteoriten und Wärmedämmschichten von Flugtriebwerken mit Raman-Mikroskopie. WITec gratuliert den Gewinnern und dankt allen Teilnehmern.

  • GOLD: H. Høgset, C. C. Horgan, J. P. K. Armstrong, M. S. Bergholt, V. Torraca, Q. Chen, T. J. Keane, L. Bugeon, M. J. Dallman, S. Mostowy, M. M. Stevens (2020) In vivo biomolecular imaging of zebrafish embryos using confocal Raman spectroscopy. Nature Communications 11: 6172 www.doi.org/10.1038/s41467-020-19827-1
  • SILBER: M. Yesiltas, M. Kaya, T. D. Glotch, R. Brunetto, A. Maturilli, J. Helbert, M. E. Özel (2020) Biconical reflectance, micro-Raman, and nano-FTIR spectroscopy of the Didim (H3-5) meteorite: Chemical content and molecular variations. Meteoritics & Planetary Science 55: 2404-2421 www.doi.org/10.1111/maps.13585
  • BRONZE: C. Barrett, Z. Stein, J. Hernandez, R. Naraparaju, U. Schulz, L. Tetard, S. Raghavan (2021) Detrimental effects of sand ingression in jet engine ceramic coatings captured with Raman-based 3D rendering. Journal of the European Ceramic Society 41: 1664-1671 (online abrufbar 2020) www.doi.org/10.1016/j.jeurceramsoc.2020.09.050

Eine Liste aller früheren Paper Award Gewinner ist unter www.witec.de/de/paper-award verfügbar. 

 

Der Paper Award GOLD: Raman-Mikroskopie von Zebrafischembryonen

Der Zebrafisch ist ein etablierter Modellorganismus zur Untersuchung der Embryonalentwicklung und  von Krankheiten. Håkon Høgset vom Imperial College London (ICL), England, erhält den Gold Paper Award 2021 für die molekulare Charakterisierung von Zebrafischembryonen mittels konfokaler Raman-Mikroskopie. Gemeinsam mit seinen Co-Autoren vom ICL und der London School of Hygiene & Tropical Medicine analysierte er die Verteilung verschiedener Biomoleküle (z. B. Lipide und Proteine) in Embryonen auf verschiedenen Längenskalen. Die Forscher generierten sowohl 3D Bilder der kompletten, mehrere Millimeter langen Tiere als auch hochaufgelöste Detailbilder von Rückenmuskeln, Schwanz und Darm. In einem Zebrafischmodell für Tuberkulose detektierten sie mit Raman-Mikroskopie bakterielle Infektionsherde und konnten anhand typischer metabolischer Signaturen sogar Infektionen mit verschiedenen Mycobakterienstämmen unterscheiden. An lebenden Embryonen untersuchten die Wissenschaftler über mehrere Stunden die molekularen Reaktionen auf eine Verwundung. Nach Ansicht der Autoren „kann die Untersuchung unmarkierter Embryos in vivo und in 3D der Zebrafischforschung eine Vielzahl neuer Möglichkeiten eröffnen und existierende Fluoreszenzmethoden ausgezeichnet ergänzen“. 

Der Paper Award SILBER: Chemische Charakterisierung von Meteoriten

Aus der chemischen Zusammensetzung von Meteoriten können Planetenwissenschaftler viel über deren Herkunft lernen. „Die Untersuchung von Meteoriten und deren Ursprungskörpern liefert uns wichtige Einblicke in die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems“, erläutert Mehmet Yesiltas von der Kirklareli Universität, Türkei, der Gewinner des Silber Paper Award 2021. Er erhält den Preis für seine detaillierte chemische Analyse des Didim Meteoriten, die er zusammen mit seinen Kollegen von Forschungsinstituten in der Türkei, den USA, Frankreich und Deutschland publizierte. Der Meteorit ist nach der türkischen Küstenstadt Didim benannt, in deren Nähe er 2007 aufschlug. Er ist ein Chondrit, dessen vielfältige mineralogische Zusammensetzung ihn besonders interessant macht. Die Forscher untersuchten seine chemische Beschaffenheit auf verschiedenen Längenskalen mit Hilfe dreier spektroskopischer Methoden. Bikonische Reflexionsspektroskopie lieferte erste Erkenntnisse über seine großflächige Zusammensetzung und detektierte vor allem wasserfreie Silikate. Mit Raman-Mikroskopie charakterisierten die Forscher die Minerale des Meteoriten und deren räumliche Verteilung über einige Mikrometer im Detail. Neben Feldspaten, Olivinen und Pyroxenen fanden sie auch aromatische Kohlenwasserstoffe in verschiedenen Metamorphosegraden. Zerstörungsfreie 3D Raman-Mikroskopie identifizierte kohlenstoffhaltige Materie unter einem Olivinkorn im Inneren des Meteoriten, was einen extraterrestrischen Ursprung nahelegt. Variationen in der mineralogischen Zusammensetzung des Meteoriten wurden zuletzt auch mit nano-FTIR Spektroskopie untersucht.

Der Paper Award BRONZE: Thermochemische Zersetzung von Wärmedämmschichten

Flugtriebwerke werden gegen die extrem hohen Betriebstemperaturen durch Wärmedämmschichten (engl. thermal barrier coatings, TBCs) geschützt. Im Flug können geschmolzene Calcium-, Magnesium- und Aluminosilikate (CMAS) in die TBC eindringen und sie schwer beschädigen, was die Lebensdauer des Triebwerks verkürzt. Chance Barrett von der University of Central Florida (UCF), USA, gewinnt den Bronze Paper Award 2021 für seine Analyse der Zersetzung von TBCs durch CMAS mit Hilfe von zerstörungsfreier 3D Raman-Mikroskopie, die er gemeinsam mit seinen Kollegen von der UCF und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. publizierte. Das Eindringen von CMAS führt zur Umwandlung der TBC in die monokline Phase. Der Volumenanteil dieser Phase stellt daher ein Maß für den Zersetzungsgrad dar und er lässt sich mit Raman-Mikroskopie quantifizieren. 3D Raman-Bilder von TBCs visualisierten den Zersetzungsgrad als Funktion der Probentiefe. Die TBCs haben eine Säulenstruktur und die Schäden waren an den Säulenrändern größer als im Inneren, denn die Zwischenräume waren für das CMAS besonders zugänglich. Zudem zeigten zeitaufgelöste Messungen, dass der größte Schaden während der ersten Stunde des Kontakts mit den CMAS entstand. Die Ergebnisse ließen sich mit Hilfe von Rasterelektronenmikroskopie und energiedispersiver Röntgenspektroskopie bestätigen. Nach Kenntnis der Autoren stellt die Studie die erste zerstörungsfreie, hochaufgelöste 3D Charakterisierung der CMAS-induzierten Zersetzung von TBCs dar. Sie sind überzeugt, dass “die quantitative und zerstörungsfreie Analyse von Schäden, die durch CMAS an TBCs verursacht werden, die Entwicklung zersetzungsresistenter Beschichtungen beschleunigen wird.” 

 

Nutzen Sie Ihre Chance beim WITec Paper Award 2022

WITec lädt Wissenschaftler aller Forschungsgebiete zum Paper Award 2022 ein (www.witec.de/de/paper-award). Publikationen sind teilnahmeberechtigt, wenn sie im Jahr 2021 in einer Peer-Review Fachzeitschrift veröffentlicht wurden und Daten enthalten, die zumindest teilweise mit einem WITec Mikroskop aufgenommen wurden. Senden Sie Ihre Publikationen (als PDF) bis zum 31. Januar 2022 an papers@witec.de. WITec freut sich auf viele interessante Beiträge.

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Die Gewinner des WITec Paper Award 2021. Von oben nach unten: Die Gold (© Håkon Høgset, Hybrid Technology Hub an der Universität Oslo, Norwegen), Silber (© Mehmet Yesiltas, Kirklareli Universität, Türkei) und Bronze Gewinner. Hoch aufgelöste Bilder und ausführlichere Bildbeschreibungen stehen am Seitenende zum Download bereit.

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April 2021

Imaging Enhanced: Today´s Raman Microscopy Applications

We're hosting a half-day virtual symposium in cooperation with Spectroscopy Online that will take place on May 19th at 1 p.m. EDT. 

This event will feature scientific talks from researchers in academia and industry. Exciting and resonant topics of presentations will include microplastics, 2D materials, human health, biology, geoscience and electrochemistry. The theoretical foundations of Raman imaging will also be covered and the considerations involved in achieving the very highest spectral and spatial resolution will be detailed. 

The first session is titled: Raman Imaging and its Potential in Earth & Life Sciences, while the second is: Raman Imaging for Comprehensive Materials Research. Question and answer forums will follow each session.

We cordially invite you to visit the conference page to view the full program and to register:

https://www.spectroscopyonline.com/view/imaging-enhanced-today-s-raman-microscopy-applications-a-sponsored-virtual-symposium

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Februar 2021

WITec ParticleScout™ mit neuen Funktionen

Die innovative Analyse von Mikropartikeln mit Raman-Spektroskopie wird noch besser

Ulm, 1. Februar 2021

Die Firma WITec GmbH, führender Entwickler von Technologien zur Raman-Mikroskopie, hat seinen ParticleScout zur automatischen Partikelanalyse mit neuen Funktionen ausgestattet, um noch schneller und nutzerfreundlicher Mikropartikel zu lokalisieren, zu klassifizieren und zu identifizieren.

ParticleScout misst jetzt an jedem Teilchen der Probe nur so lange, wie es für ein gutes Signal unbedingt nötig ist. Dafür wird an jedem Partikel anhand  des Signal-Rausch-Verhältnisses die Messzeit individuell  bestimmt. Die derart optimierte Integrationszeit reduziert nicht nur die Messzeit sehr deutlich, sondern schont auch die Probe und verhindert Probleme mit Fluoreszenz.

“Die erste Version des ParticleScout war unsere Antwort auf das starke Marktinteresse an einem System zur Analyse von Mikropartikeln mittels Raman-Spektroskopie", sagt Harald Fischer, Marketing Direktor bei WITec. “Die neue Version orientiert sich am überwältigenden Feedback unserer  Nutzer und an den gestiegenen technischen Anforderungen, die Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen wie Umweltforschung, Lebensmitteltechnologie und pharmazeutische Forschung an das Gerät stellen."

Der neue ParticleScout arbeitet mit einer optimierten Bilddarstellung und -verarbeitung, die Vignettenkorrektur und einen Smart Zoom beinhaltet. Letzterer erlaubt ein deutlich schnelleres und dynamischeres Arbeiten mit der Software, weil Bildauflösung sowie Zoomfaktor dynamisch gesteigert werden. Es ist zudem möglich, mehrere Bereiche auf einer Probe als Bilddaten an die ParticleScout Software zu übergeben und diese dann alle vollautomatisch messen zu lassen. Somit ist es nicht mehr notwendig, die komplette Probe zu erfassen, wenn sie nur wenige interessante Bereiche beinhaltet. Auch bei den implementierten Technologien Dunkelfeld- und Hellfeld- sowie Fluoreszenzmikroskopie kann diese Logik angewendet werden.

Für Forscher, die mit runden Proben arbeiten, auf denen die Teilchen homogen verteilt sind, wurde eine spezielle zeitsparende Messroutine entwickelt. Damit lässt sich ein keilförmiger Teilbereich der Probe auswählen und analysieren. Danach werden die Daten auf die gesamte Probe extrapoliert. Eine weitere Innovation erleichtert die Arbeit mit Proben, die sehr dicht gepackte, heterogene Partikel enthalten. Mittels geschickter Trennung lassen sich benachbarte oder sich berührende Partikel messtechnisch einzeln analysieren.

Auch die TrueMatch™ Raman-Datenbank von WITec, die zur Analyse und Prozessierung der Daten eingesetzt wird, wurde verbessert. Sie enthält nun beispielsweise die Option, individuelle Komponenten in gemischten Spektren zu identifizieren. Außerdem wurde die Berechnung des Hit Quality Index (HQI) verbessert, indem automatisch Rauschen reduziert und das Spektrum für das Substrat, auf dem sich die Partikel befinden, abgezogen wird. Das präzisiert die Charakterisierung der Probe.

Schließlich kann der quantitative Bericht, der alle Ergebnisse der ParticleScout-Messung zusammenfasst, schneller und nutzerfreundlicher mit vorkonfigurierten Vorlagen erstellt werden. Die Daten lassen sich in Form von Tabellen, Balkenhistogrammen und Kuchendiagrammen klar und übersichtlich präsentieren.

Mehr Informationen zur neuesten Version der Partikelanalyse-Technologie von WITec finden Sie auf der Produktseite:
www.witec.de/de/particlescout/

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ParticleScouts neue Integrationszeitoptimierung: zeitsparend und effizient

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Dezember 2020

alpha300 apyron nominated for Best New Spectroscopy Product of 2020

WITec’s alpha300 apyron fully automated Raman microscope has been recognized by the SelectScience Scientists’ Choice Awards with a nomination in the category of “Best New Spectroscopy Product of 2020”. We’re very grateful to be in the running for this award, and sincerely appreciate the support that our customers have expressed for our most advanced microscope ever.

The Scientists’ Choice Awards are an industry-wide competition held every year to highlight the new laboratory products that have been most useful to scientists in their work. The researchers themselves directly nominate, review, and vote for the winners.

The alpha300 apyron brings a new level of automation to correlative Raman imaging microscopy by featuring self-optimization and remote operation capabilities. Its software-driven motorized components accelerate experimental setup while reducing user workload and researchers working from home or using environmental enclosures such as glove boxes can acquire data with the click of a mouse.

Vote here for the alpha300 apyron and you could win a $500/£400/450€ Amazon Gift Card:

https://www.selectscience.net/editorial-articles/vote-for-best-new-general-lab-and-analytical-chemistry-products-in-the-scientists-choice-awards/?artID=53402

SCA alpha300 apyron 504

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Dezember 2020

WITec fördert Albert Einstein Discovery Center mit 5.000 Euro

Statt Weihnachtsgeschenken an die Kunden spendet WITec dieses Jahr 5.000 Euro an den Albert Einstein Discovery Center e.V. „Als Hersteller von Mikroskopiesystemen und durch unseren engen Bezug zur Physik ist es uns als Ulmer Unternehmen besonders wichtig, etwas zur Realisierung des Albert Einstein Discovery Centers beizutragen,“ betont Dr. Olaf Hollricher, Mitbegründer und Entwicklungsleiter von WITec. Die Spendenübergabe fand am WITec Standort im Ulmer Science Park statt. Dort übergaben Dr. Olaf Hollricher und Dr. Joachim Koenen den Scheck über den Betrag von 5.000 Euro an Dr. Nancy Hecker-Denschlag, Vorsitzende des Albert Einstein Discovery Center e.V. Dr. Olaf Hollricher betont: “Ich finde es gut und wichtig, dass endlich ein Ort entstehen soll, der den herausragenden Physiker gebührend ehrt und seine Arbeit an seinem Geburtsort erlebbar macht.“

Die Wissenschaftsstadt Ulm soll ihrem Namen gerecht werden. Bis jetzt gibt es kein wissenschaftliches Museum, das die bahnbrechenden Theorien Albert Einsteins als den weltweit bekanntesten Sohn der Stadt Ulm veranschaulicht. In dem zukünftigen Erlebnis- und Entdeckungszentrum soll sowohl das Leben Albert Einsteins erzählt, als auch seine Theorien und Forschungsergebnisse präsentiert werden. „Wir müssen die nun vorhandene Dynamik nutzen, um einen baldigen Museumsbau zu ermöglichen“, erläutert Dr. Olaf Hollricher. Dr. Nancy Hecker-Denschlag, die Vorsitzende des Albert Einstein Discovery Center e.V., freut sich über den Zuspruch: „Es ist toll, dass sich viele solide Ulmer Unternehmen an dem Projekt beteiligen. Somit ziehen wir alle an einem Strang, denn wir machen nicht nur etwas für Ulm – wir möchten ein Zentrum von globalem Interesse erschaffen.“ Wer sich dem Verein anschließen möchte, profitiert bereits jetzt von den Vorträgen, Stammtischen und bald auch Ausflügen, die sich nach den wissenschaftlichen Interessen der Mitglieder richten.

Albert Einstein Discovery Center e.V. website:
https://einstein.center/

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(Von links nach rechts) Dr. Joachim Koenen, Dr. Olaf Hollricher und Dr. Nancy Hecker-Denschlag

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